Bad Hersfelder Opernfestspiele 2014 beginnen

<Bad Hersfeld> Die tragische Liebesgeschichte der Sklavin Aida ist in diesem Jahr bei den Bad Hersfelder Opernfestspielen das Opernereignis. Ein imposantes Bühnenbild mit fünf goldenen Sphinxen wird auf der großen Freilichtbühne der Stiftsruine zu sehen sein. Die Kostüme der etwa 100 Darsteller sind ebenfalls prachtvoll. Sie sind Leihgaben des Theaters Plauen-Zwickau, wo Regisseur Rainer Wenke als Gastregisseur wirkt. Seine Inszenierung legt großen Wert auf traditionelle Umsetzung und tut dies mit viel Fingerspitzengefühl sowie musikalischem Gespür, was vom Publikum bereits in den vergangenen Jahren (Carmen, Nabucco etc.) begeistert aufgenommen wurde. Seit der gefeierten Uraufführung in Kairo zählt „Aida“ zu einer der berühmtesten Opern überhaupt. Besonders wegen des schmetternden Triumphmarsches, der imposanten Chöre und der feierlichen Tempelszenen wird sie vom Publikum geliebt und überzeugt auch Kenner aufgrund der feinsinnigen Musik des späten Verdi. Renommierte Solisten, ein großer Chor und das Festival-Orchester Virtuosi Brunenses musizieren unter der Leitung des künstlerischen Leiters der Opernfestspiele Prof. Siegfried Heinrich. Verdis großartige Musik macht die Oper nicht nur zu einem politisch brisanten und emotionalen Drama sondern auch zu einem musikalischen Meisterwerk. Die öffentliche Generalprobe ist am Montag, dem 4. August, die Premiere am Mittwoch, dem 6. August. Weitere Vorstellungen gibt es bis zum 20. August jeweils an den geraden Tagen des Monats. Die Vorstellungen beginnen um 20.30 Uhr (Einlass ab 20.00 Uhr).

Aida für Kinder

Nach dem großen Erfolg vom letzten Jahr mit der Entführung aus dem Serail und Gunther Emmerlich gibt es auch in diesem Jahr wieder eine Kinderoper. In kindgerechter Form wird Daniel Hirschel, der auch den Text verfasst hat, Kinder ab sechs Jahren durch die Oper Aida führen. Dabei geht es um die schönste Liebeserklärung der Welt, darum wer diese Aida überhaupt war und warum sie als Sklavin verschleppt wurde. Auch um die Musik Verdis wird es gehen und selbstverständlich ist auch in der Kinderfassung der Triumphmarsch ein Höhepunkt der Handlung. Es singen und spielen die Künstler und das Orchester der Abendvorstellungen. Zwei Aufführungen sollen die jungen Zuschauer in die Welt der Oper einführen, die erste ist am Samstag, dem 9. August, die zweite am Sonntag, dem 17. August 2014, jeweils um 10.30 Uhr. Die Kinderfassung dauert etwa eine Stunde. Für Schüler kostet eine Vorstellung nur 5 Euro, für Erwachsene 10 Euro.

Cosi fan tutte – von der Widersprüchlichkeit und Vielschichtigkeit menschlicher Empfindungen

Die zweite Oper des Festspielsommers ist Mozarts „Cosi fan tutte oder die Schule der Liebenden“. In der bitterbösen Geschichte um eine Treueprüfung geht es um den persönlichen Umgang mit den Emotionen der Partner. Mozarts Librettist Lorenzo da Ponte entwarf eine Versuchsanordnung menschlicher Beziehungen und offenbart dabei tiefe Einblicke in die aus den Fugen geratene Gefühlswelt der verwirrten Liebenden. Musikalisch setzt Mozart die Grenzerfahrung vielschichtig mit Mitteln der Opera buffa um, aber er nimmt die Figuren auch in ihrem Leid ernst und deckt ihre wahren Gefühle auf. Zeitlos und allgemein gültig will Regisseur Hugo Wieg zeigen, wie verführbar und unvollkommen der Mensch doch ist. Entsprechend vollzieht sich die Handlung in einem den ganzen Bühnenraum umfassenden großen goldenen barocken Bilderrahmen. Dieser aber ist zerbrochen und kippt nach hinten. Die musikalische Leitung hat erstmals Karel Mitáš, stellvertretender künstlerischer Direktor der Bad Hersfelder Opernfestspiele. Öffentliche Generalprobe ist am 5. August, am 7. folgt dann die Premiere und weitere Vorstellungen gibt es an den ungeraden Tagen bis einschließlich 19. August 2014. Beginn ist auch hier 20.30 Uhr.

Arbeitskreis für Musik hat mit viel Hilfe von Ehrenamtlichen und dem überdurchschnittlichen Engagement der Mitwirkenden sowie mit finanzieller Förderung durch das Land Hessen, der Stadt Bad Hersfeld und dem Landkreis Hersfeld-Rotenburg zum 35. Mal zwei Opernproduktionen auf die Stiftsruinenbühne gebracht.

Die Oper in der Stiftsruine wird von der Sparkassen-Finanzgruppe Hessen-Thüringen mit ihren Partnern und der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen großzügig unterstützt.

Die Vorverkaufszahlen bei Aida liegen bei ca. 50 %, die Zahlen bei Cosi fan tutte liegen mit 30 % etwas hinter den Erwartungen zurück. Die Nachfrage steigt aber, auch aufgrund des guten Wetters, so dass ein gutes Ergebnis angepeilt wird.

Karten gibt im Vorverkauf beim Arbeitskreis für Musik in der Nachtigallenstr. 7, Bad Hersfeld, Tel. 06621/506713 und -18 und an der Abendkasse. Weitere Informationen erhalten Sie über die Internetseite www.oper-hersfeld.de. Dort können Karten auch online gekauft werden.

 

 

Einladung Pressegespräch

Sehr geehrte Damen und Herren,
 
der Arbeitskreis für Musik e.V. lädt Sie herzlich ein zum Pressegespräch am 
Mittwoch, den 30. Juli 2014 - 14 Uhr in die Stiftsruine Bad Hersfeld.
 
Thema:
 
35. Bad Hersfelder Opernfestspiele in der Stiftsruine.
Vorstellung des Ensembles und die beiden Opern „Aida“ von Verdi und „Cosi fan tutte -oder die Schule der Liebenden“ von Mozart
 
Als Gesprächspartner stehen Ihnen zur Verfügung:
 
Prof. Siegfried Heinrich, musikalischer Direktor und Dirigent, 
Karel Mitas, Dirigent
Hugo Wieg, Regisseur
Rainer Wenke, Regisseur
Mitglieder des Ensembles
Vertreter des Vorstandes des Arbeitskreises und Vertreter des Sparkassen- und Giroverbandes Hessen-Thüringen.
 
 
Über Ihre Teilnahme würde ich mich sehr freuen. Damit wir besser planen
können, bitte ich Sie um Rückantwort bis Mittwoch 29 Juli 2014 per E-Mail
an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder telefonisch an 06621-506715

 

Hersfelder Festspielchor führt Mendelssohns „Elias“ auf

Ein großes Konzertereignis steht den Hersfeldern im Juni bevor. Der Hersfelder Festspielchor führt das Oratorium „Elias“ von Felix Mendelsohn Bartholdy am Sonntag, dem 22. Juni 2014 um 16.00 Uhr im Rahmen der 54. Bad Hersfelder Festspielkonzerte in der Stiftsruine auf.

Bei diesem Oratorium steht der Chor mit seinen vielfältigen Klangmöglichkeiten und zahlreichen Einsätzen neben den Solisten in der ersten Reihe. Das Werk wurde speziell für große Chöre in der Glanzzeit der Chorgeschichte komponiert und steht bis heute in der Beliebtheitsskala der Oratorienliteratur ganz oben.

Erzählt wird die alttestamentarische Geschichte des Propheten Elias und seines kämpferischen Einsatzes für den einen Gott Israels. Die von Gott verhängte Dürre, die Auseinandersetzung zwischen Elias und den Anhängern des heidnischen Baalskults auf dem Berg Karmel und das auf die lange Dürre folgende Regenwunder stehen im Mittelpunkt des ersten Teils. Der zweite, lyrischere Teil erzählt von Sinnkrisen und endet mit der Himmelfahrt des Elias. Die Figur des Elias stellt Mendelssohn facettenreicher dar als es das Alte Testament tut. Elias ist ein zerrissener Mensch, der an sich selbst bisweilen verzweifelt und sich für die ihm gestellten Aufgaben als zu schwach empfindet, was zu sehr berührenden Szenen führt. Hierdurch wird die Figur menschlich greifbar und dem Zuhörer wird die Möglichkeit zur Identifikation gegeben.

Faszinierend ist die Musik des Oratoriums: Sie bedient sich einer höchst bildhaften Sprache. Barocke Klarheit paart sich in diesem Werk mit großer Prachtentfaltung. Man wird ganz neu ergriffen, erlebt die harte Not und den Sieg über die Baalspriester und wird wundersam berührt von Engelsgesängen wie „Denn er hat seinen Engeln befohlen über dir“ und „Hebe deine Augen auf zu den Bergen“.

Der Hersfelder Festspielchor wird begleitet vom polnischen Orchester Sinfonia Silesia aus Kattowitz. Solisten sind Sylvia Bleimund (Sopran), Anna Retzcak (Alt), Stephan Scherpe (Tenor) und Johannes Wollrab (Bass). Die Gesamtleitung hat Prof. Siegfried Heinrich.

Sylvia Bleimund studierte an der Musikhochschule Hannover. Engagements führten Sie an die Theater in Hannover, Schwerin, Braunschweig Hildesheim und Potsdam. Sie war Dozentin an der Hochschule für Musik und Theater in Hannover und wird in diesem Sommer ebenfalls bei der International Opera Academy in Schwerte unterrichten. Auch bei den Hersfelder Opernfestspielen war sie bereits mehrfach zu Gast.

Anna Retzcak (Alt) studierte an den Musikhochschulen Köln und Berlin. Meisterkurse bei Raul Gimenez, Siegfried Lorenz und Alessadro de Marchi vervollständigten ihre Ausbildung. Sie war Stipendiatin der Lyra-Stiftung und des Richard-Wagner-Verbandes. Regelmäßige Verpflichtungen als Konzertsängerin und Engagements führten sie zu allen wichtigen Festivals im In- und Ausland.

Stephan Scherpe studiert seit 2008 bei Prof. Berthold Schmid an der Hochschule für Musik und Theater »Felix Mendelssohn Bartholdy« (HMT) Leipzig. Kurse bei Peter Berne, Phillip Moll, KS Ileana Cotrubaş, KS Regina Werner-Dietrich, Gerd Türk, Sigrid T’Hooft sowie Rudolf Piernay ergänzten seine bisherigen Studien. Im Rahmen des ERASMUS-Programms vertiefte er im seine Ausbildung bei Prof. Gianni Fabbrini am Conservatorio di Musica »Luigi Cherubini« in Florenz. Der Tenor ist als Solist hauptsächlich im Kantaten- und Oratorienbereich mit verschiedenen Ensembles deutschlandweit zu erleben.

Johannes Wollrab studierte an der Hochschule „Carl Maria von Weber“ in Dresden. Meisterkursen bei Evelyn Herlitzius und Olaf Bär vervollständigten seine Ausbildung. Engagements führten ihn an viele Theater in Deutschland. Neben vielfältigen Theaterengagements widmet sich Johannes Wollrab immer wieder intensiv dem Lied- und Konzertgesang. Auch er war bereits mehrfach Ensemblemitglied bei den Opernfestspielen.

Karten zu diesem Konzert gibt es im Vorverkauf beim Arbeitskreis für Musik e. V., Nachtigallenstr. 7, Bad Hersfeld, Telefon 06621/50 67 13 + 50 67 18. Schüler und Studierende erhalten 50 % Ermäßigung. Kurgäste und Gruppen ab 25 Personen erhalten 10 % Ermäßigung.

 

Karel Mitáš wird stellvertretender musikalischer Direktor der Hersfelder Opernfestspiele.

Der Arbeitskreis für Musik e.V. benennt Karel Mitáš zum stellvertretende künstlerischen Direktor der Oper in der Hersfelder Stiftsruine und den Bad Hersfelder Festspielkonzerten. Er wird Professor Siegfried Heinrich, den musikalischen Direktor, in seiner Arbeit künstlerisch und organisatorisch unterstützen. Seit 2008 ist Karel Mitáš als Konzertmeister des Orchesters Virtuosi Brunenses und ist somit bestens vertraut mit den örtlichen Gegebenheiten der Stiftsruine in Bad Hersfeld.

Karel Mitáš hat in den Jahren 1991 bis 1995 am Staatlichen Konservatorium in Brünn die Hauptfächer Violine und Dirigieren studiert. In den selben Jahren war er als Dirigent bei verschiedenen Orchestern im tschechischen Brünn tätig, wo er 1991 die Kammerbläserharmonie gegründet hat. 1995 bis 2001 hat er sein Studium im Hauptfach Violine an der Staatlichen Hochschule für Musik in Freiburg i.Br. fortgesetzt. In den Jahren 1995 bis 2003 hat er im Südbadischen Raum zahlreiche Chöre und Orchester geleitet. Nach der Kurzen Zusammenarbeit mit der Philharmonie Bielefeld im Jahre 2003 hat er ab Oktober 2003 eine Stelle als 1. Violine des Orchesters der Janacek Oper im Nationaltheater Brünn angenommen. 2006 gründete er als Intendant und Konzertmeister das Orchester Virtuosi Brunenses. In den Jahren 2008 bis 2011 hat er an der Staatlichen Hochschule für Musik in Brünn das Hauptfach Dirigieren bei Doc. Jan Zbavitel studiert. Bereits während seines Studiums hat er Ensembles wie die Mährische Philharmonie Olomouc oder die Czech Virtuosi dirigiert.

 

Kinder singen und musizieren die Geschichte von der Geburt Jesu im Hersfelder Weihnachtsspiel

<Bad Hersfeld> Für alle, denen Weihnachten mehr bedeutet als ein kostspieliges Fest der Geschenke gibt es am kommenden Wochenende das Hersfelder Weihnachtsspiel, aufgeführt vom Kinderchor des Bach-Hauses, Mitgliedern des Hersfelder Festspielchores und einem Instrumentalensemble. In Lied und Spiel wird das weihnachtliche Geschehen dargestellt.

Am Samstag, dem 7. Dezember 2013 um 15.30 Uhr beginnt die erste Aufführung  im Bach-Haus Bad Hersfeld, die zweite Aufführung gibt es am gleichen Tag um 18.30 Uhr in der evangelischen Kirche in Eiterfeld-Buchenau. Eine weitere Aufführung können Zuschauer in der evangelischen Kirche in Hohenroda-Mansbach am Sonntag, dem zweiten Advent um 14.30 Uhr erleben.

Die Geschichte von der Geburt Jesu wird in einer Verbindung von Krippenspiel, Liedern des Kinderchores und musikalischen Einlagen durch ein Instrumentalensemble nach dem Vorbild mittelalterlicher Mysterienspiele dargestellt. Auch die Zuhörer werden beim gemeinsamen Singen von bekannten Weihnachtsliedern in das Geschehen mit einbezogen. Neben den Kindern des Kinderchors haben auch Choristen des Hersfelder Festspielchores einige Rollen übernommen.

Nachdem Tatjana Bauer die Leitung des Kinderchores aus zeitlichen Gründen aufgeben musste, haben diese Aufgabe seit September Eva Savci-Janssen und Cornelia Rohlender übernommen. Seit Oktober üben die Kinder fleißig ihre Rollen und die bekannten Weihnachtslieder.

Die Lesung übernimmt im Bach-Haus Pfarrer Helmut Brahn, in Buchenau Pfarrer Karl Josef Gruber und in Mansbach Pfarrer Harald Krüger. An der Orgel ist Rainer Lehn zu hören, die Gesamtleitung hat Siegfried Heinrich.

Das Instrumentalensemble besteht aus Theresa Pfaff und Jürgen Nothbaum (Blockflöte) sowie Gudrun Dechert und Regina Lüders (Geige). Außerdem wirken mit Omar Garrido, Michael Brossart, Birgit Küllmar, Georg Rupprecht, Horst Müller und Uwe Eichardt

Veranstalter ist die Musische Bildungsstätte. Der Eintritt  für Kinder und Jugendliche ist frei. Im Bach-Haus Bad Hersfeld zahlen Erwachsene 5,-- Euro, in Buchenau und Mansbach wird um eine Spende gebeten.

 

 

Sonntagsmatinee Beliebte Opernchöre und Arien aus Wagner-Opern in der Stiftsruine

<Bad Hersfeld> Im Rahmen der 34. Bad Hersfelder Opernfestspiele gibt es am Sonntag, dem 18. August um 11.30 Uhr in der Stiftsruine erstmals eine Matinee mit bekannten und belieben Arien und Opernchören, diesmal zu Ehren Richard Wagners, dessen Geburtstag sich in diesem Jahr zum 200. Mal jährte. Gesangssolisten und Opernchor sowie das Orchester Virtuosi Brunenses präsentieren die beliebtesten Opernchöre und Arien aus dem „Fliegenden Holländer", „Tannhäuser" und den „Meistersingern von Nürnberg".

Den ersten Teil bilden Ausschnitte aus dem „Fliegenden Holländer". Nach der Ouvertüre singt Barbara Buffy, die zur Zeit abends als Carmen gefeiert wird, die Ballade der Senta, Florian Voss, der Belmonte aus der „Entführung" das Lied des Steuermanns „Mit Gewitter und Sturm" und Marcus Weishaar (der Osmin aus der „Enführung") singt die Arie des Daland „Mögst du, mein Kind". Der Hersfelder Festspielchor wird mit dem Spinnchor „Summ und brumm" sowie dem Matrosenchor „Steuermann, halt die Wacht" zwei der beliebtesten Opernchöre zu Gehör bringen. Desweiteren gibt es bekannte Arien und Chöre aus den beiden Opern „Tannhäuser" und „Die Meistersinger von Nürnberg". „Tannhäuser und der Sängerkrieg auf der Wartburg" stellt wie die späteren „Meistersinger" einen Gesangswettbewerb in den Mittelpunkt. Bomi Lee (die Michaëla in „Carmen") singt die Arie der Elisabeth „Dich, teure Halle grüß ich wieder". Außerdem ist die Arie des Wolfram „Lied an den Abendstern" mit Leszek Solarski zu hören und der Hersfelder Opernchor besingt mit „Freudig begrüßen wir" den Einzug der Gäste. Aus den „Meistersingern von Nürnberg" gibt es das Preislied des Stolzing „Morgendlich leuchtet" (mit Herbert Wüscher, der Don José aus „Carmen"), den bekannten Chor „Wach auf" und den Monolog des Sachs mit dem Schlusschor „Verachtet mir die Meister nicht" mit Yang Li als Sachs.

Das Opernorchester Virtuosi Brunenses wird abwechselnd geleitet von Prof. Siegfried Heinrich, MD Michael Stolle und Chordirektor Markus Fischer. Siegfried Heinrich ist Gründer, Intendant und künstlerischer Leiter der Opernfestspiele in der Stiftsruine Bad Hersfeld (unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten, alljährlich seit 1980), des Bachinstitut und -Chor Frankfurt/M. e.V. (seit 2000). Unter seiner Leitung Bau und Einweihung des J. S. Bach-Hauses als „Musische Bildungsstätte" in Bad Hersfeld (2004). Er ist künstlerischer Leiter des Hersfelder Festspielchors, des Marburger Konzertchors, des Frankfurter Konzertchors, der Internationalen Bach-Tage in Hessen und Thüringen sowie der Bad Hersfelder Opernfestspiele und der Bad Hersfelder Festspielkonzerte. Michael Stolle war nach seinem Studium Kapellmeister in Halle, Sondershausen, Wittenberg, Freiberg sowie mehr als zwanzig Jahre am Theater Gera. Sein umfangreiches Repertoire umfasst über 100 dirigierte Bühnenwerke aus Oper, Operette, Musical und Ballett. Stolle war Leiter für den Bereich Musik und Theater bei der Bundesgartenschau Gera-Ronneburg. Von 2008 bis 2011 war er Dirigent und Korrepetitor am Opernhaus Halle. Seit 2011 ist Michael Stolle freischaffender Dirigent und Pianist sowie Dozent an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und an der Hochschule für Musik und Theater „Felix-Mendelssohn Bartholdy" Leipzig Markus Fischer studierte in Mainz Klavier bei Heinz Zarbock und Liedbegleitung bei Burkhard Schaeffer. Er absolvierte Meisterkurse u. a. bei Hans Leygraf und Charles Spencer. Seit 2007 ist er Chordirektor und Studienleiter bei den Opernfestspielen in Bad Hersfeld und wirkt als Korrepetitor regelmäßig bei Produktionen am Staatstheater Mainz mit. Neben seiner Tätigkeit als Cembalist und Liedbegleiter ist Markus Fischer auch als Dirigent und Klavierpädagoge tätig.

Karten sind im Vorverkauf in der Nachtigallenstr. 7, unter der Telefon-Nr. 06621/506 713 und -718 und an der Tageskasse zu 15, 20, und 25 Euro erhältlich. Schüler und Studenten erhalten eine Ermäßigung von 50 %. Weitere Informationen können Sie der Internetseite www.oper-hersfeld.de entnehmen.


 

Hersfelder Opernpreis 2013 für Lisa Rothländer und Jannes Philipp Mönnighoff

Orpheuspreis an  Julia Ebert und Michael Chacewicz

Ensemblepreis für Tanz- und Ballettschule Michèle Meckbach

 <Bad Hersfeld>  Beim heutigen Festakt zu den 34.  Bad Hersfelder Opernfestspielen wurden die diesjährigen Preisträger vorgestellt. Die Jury, bestehend aus Monika Beer, Kulturredakteurin aus Bamberg, Dr. Dietrich Betz, Ministerialrat i. R. aus Bad Schwalbach, Geraldine Gabor-Dreyer, Romanistin aus Neuss und Dr. Albert Zetzsche vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst aus Wiesbaden, hat die diesem Jahr die Preise gleich mehrmals geteilt. Die Vorstellung der Preisträger und das Überreichen der Urkunden wurde von Nicole Schlabach als Vertreterin der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen vorgenommen.

Der Opernpreis geht zu gleichen Teilen an Lisa Rothländer als Blonde und Jannes Philipp Mönnighoff als Pedrillo in Mozarts Oper „Die Entführung aus dem Serail“. Zur Begründung heißt es „Frau Rothländer verfügt über eine über alle Register ausgeglichene schöne Stimme, die sie szenisch mit großer Spielfreude beglaubigt. Herr Mönnighoff hat ein großes stimmliches Potential, mit dem er die musikalischen Hürden glänzend bewältigt hat, und eine körperliche Lebendigkeit, die ansteckend wirkt“. Mönnighoff und Rothländer gaben anschließend je eine Kostprobe ihres Könnens mit jeweils einer Arie aus der „Entführung aus dem Serail“.

Der Orpheuspreis für Nachwuchssänger geht an Julia Ebert als Frasquita und an Michael Chacewicz als Dancairo in George Bizets Oper „Carmen“. Die an sich kleine Partie der Frasquita gewinne durch die sängerische und darstellerische Präsenz von Frau Ebert ein überraschendes Profil. Auch Herr Chacewicz verstehe es sichtlich, seine Nebenrolle sehr wortverständlich und einprägsam zu gestalten, heißt es in der Urkunde zum Preis.

Einen Ensemblepreis gibt es nicht in jedem Jahr. In diesem Jahr aber überzeugte die Tanz- und Ballettschule Michèle Meckbach die Jury mit ihrem kontinuierlichen Engagement in der Stiftsruine. Die Tänzerinnen setzten  in ästhetischer Weise zusätzliche Akzente zur Verdeutlichung der Handlungsebenen. Die Mitglieder der Tanzschule Meckbach zeigten ebenfalls eine Kostprobe ihres Könnens.

Alf Rothe, Vorsitzender des Arbeitskreises für Musik,  begrüßte die Ehrengäste, das Publikum und die Mitwirkenden. Er dankte vor allem den vielen Ehrenamtlichen, die diese Arbeit maßgeblich mit tragen und ohne deren beträchtliches Engagement die Opernfestspiele nicht möglich wäre. Desweiteren dankte er allen Sponsoren und Förderern der Opernfestspiele ohne deren finanzielle Zuwendungen es ebenfalls keine Oper in Bad Hersfeld gäbe. Auch der 1. Stadtrat Göbel begrüßte die Anwesenden.

Nach einem musikalischen Beitrag - dem Sanctus aus der sogenannten „Jubelmesse“ von Carl Maria von Weber (unter Leitung von Prof. Siegfried Heinrich) lasen der Apostolische Pronotar Prof. Dr. Dr. Franz Kaspar, Generalvikar im Bistum Limburg und Pfarrer i. R. Rüdiger Bieber, Stiftungsbeauftragter der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) abwechselnd den 103. Psalm, das Hohelied der Barmherzigkeit Gottes und schlossen mit dem Friedensgebet des Franz von Assisi „Herr, mache uns zu einem Werkzeug deines Friedens“.

Seine Exzellenz Erzbischof Henryk J. Muszynski, Primas Senior von Polen aus Gnesen wies in seiner Rede auf die Verpflichtung aller hin, am Aufbau eines neuen friedlichen Europa mitzuwirken. „Die großartigen Festspiele hier in Bad Hersfeld bezeugen, dass nicht nur Taten und Werke, sondern auch Musik und Kunst zur Kultur und Versöhnung zwischen Menschen, Ländern und Religionen, wesentlich beitragen kann“ hieß es in seiner Rede. Der französische Gesandte, Seine Exzellenz Jean-Claude Tribolet, wies ebenfalls auf den Prozess der friedlichen Versöhnung hin. Inzwischen könne man von einer Erbfreundschaft zwischen Frankreich und Deutschland sprechen.  Die Grenzen Europas seien zu Verbindungslinien zwischen den Kulturen und Völkern geworden.

Entsprechend dem Thema der Festrede intonierten Chor und Orchester das „Dona nobis pacem“, ebenfalls aus Webers „Jubelmesse“, diesmal unter Leitung von MD Michael Stolle.

Grußworte überbrachten auch Staatsminister Dr. Thomas Schäfer vom Hessischen Ministerium der Finanzen und Helmut Heiderich (MdB). Sie betonten die Notwendigkeit öffentlicher Förderung von Kunst und Kultur. Schäfer wies darauf hin, dass lediglich 1/5 der Subventionen an private Träger, wie z. B. den Arbeitskreis für Musik e.V. gingen. Bad Hersfeld könne stolz sein auf sein umfangreiches kulturelles Angebot.

Einen Vorgeschmack auf die Wagner-Matinee am kommenden Sonntag gab es anschließend mit dem Hersfelder Festspielchor und den Virtuosi Brunenses unter Leitung von Siegfried Heinrich mit dem Chor „Wach auf“ aus Richard Wagners „Die Meistersinger von Nürnberg“.

Einen Rückblick auf 34 Jahre Hersfelder Opernfestspiele hielt Prof. Dr. Dr. Klaus Malettke (Philipps-Universität Marburg). Er ist Sprecher des Kuratoriums „Oper in der Hersfelder Stiftsruine“. In seiner Rede ging er auf die Bedeutung der Opernfestspiele für die Stadt Bad Hersfeld, den Kreis und das Land Hessen ein. Insbesondere dankte er dem unermüdlichen Engagement Siegfried Heinrichs, der seit Jahren auch Kinder- und Familienaufführungen in Bad Hersfeld, Frankfurt, Marburg und anderen Städten aufführt und in diesem Jahr erstmalig eine Fassung der Oper „Die Entführung aus dem Serail“ für Kinder möglich machte.  Er wies darauf hin, dass auch die Opernfestspiele neben den Hersfelder Festspielen weiterhin in Eigenständigkeit einen Platz haben sollten, insbesondere da diese inzwischen nationale und internationale Anerkennung gefunden haben und sich auch den Anforderungen der Zukunft stellen wollen.

Zum Abschluss spielten die Virtuosi Brunenses unter Leitung von Michael Stolle die Ouvertüre zur „Entführung aus dem Serail“ von Wolfgang Amadeus Mozart.

 


 

Zum Familienausflug in die Oper

Gunther Emmerlich moderiert familiengerechte Fassung von Mozarts „Entführung aus dem Serail" mit Solisten, Chor und Orchester in der Stiftsruine Bad Hersfeld

<Bad Hersfeld> Was tun, wenn einem die Geliebte auf hoher See abhanden kommt, von Piraten mitsamt der Dienerschaft entführt und in ein fernes Land verkauft wird? Trübsal blasen und das ungerechte Schicksal bejammern? Der spanische Edelmann Belmonte jedenfalls will das nicht so einfach hinnehmen: Seine über alles geliebte Braut Konstanze – nun eine Haremsdame im Palast des türkischen Sultans Bassa Selim! Das geht nun gar nicht, ein kluger Plan muss her! Wie nun Belmonte die hohen Mauern des Serails überwindet, um sich Zutritt bei Bassa Selim zu verschaffen, das erfahren große und kleine Zuschauer in Mozarts amüsanter Oper „Die Entführung aus dem Serail". In einer familiengerechten Fassung ist diese Oper am Samstag, dem 10. und am Mittwoch, dem 21. August 2013 jeweils um 11.00 Uhr zu erleben.

Die Moderation übernimmt Gunther Emmerlich, der im Laufe der Geschichte selbst in die Rolle des Bassa Selim schlüpft. In faszinierender Weise hat Regisseur Hugo Wieg die Geschichte, in der es um Toleranz und ein friedliches Miteinander zwischen Religionen und Kulturen geht, kindgerecht aufgearbeitet. Neben den Solisten, Chor, Ballett und Orchester wirken auch Kinder bei diesen Vorstellungen mit. Der veranstaltende Arbeitskreis für Musik unterstreicht mit diesen Aufführungen die Bedeutung der Vermittlung klassischen Opernstoffs für Familien mit Kindern und will mit viel Humor und Professionalität einen wertvollen Beitrag zum Musikverständnis seines jungen Publikums leisten.

Die Vorstellung dauert jeweils 75 Minuten. Die musikalische Leitung liegt in den Händen von Dirigent Michael Stolle. Der Eintritt für die gekürzten Opernaufführungen beträgt für Kinder fünf Euro, für Erwachsene zehn Euro auf allen Plätzen. Karten gibt es im Vorverkauf unter der Telefon-Nr. 06621/506713 und -718 sowie online über die Internetpräsenz der Opernfestspiele: oper-hersfeld.de oder direkt bei der Kartenzentrale, Nachtigallenstr. 7, Bad Hersfeld.

 


Konzerte für Orgel und Sopran solo im J.S. Bach-Haus

Mit zwei Konzerten für Orgel und Sopran solo gehen die Bad Hersfelder Festspielkonzerte 2013 am Samstag, dem 3. und am Sonntag, dem 4. August, jeweils um 16.00 Uhr im Bach-Haus in die letzte Runde und leiten den Beginn der Opernfestspiele ein.

Maryna Zubko (Sopran) und Jens Amend (Orgel) präsentieren im ersten Konzert Höhepunkte aus bekannten Bach-Kantaten und –Oratorien sowie virtuose Präludien und Choralbearbeitungen auf der Orgel im Bach-Haus u. a. die Arien „Ich folge dir gleichfalls mit freudigen Schritten" aus der Johannes-Passion und „Sich üben im Lieben, in Scherzen sich herzen" aus der sogenannten Hochzeitskantate „Weichet nur, betrübte Schatten". Das Programm am Sonntag beinhaltet außerdem Toccaten von Georg Muffat und Johann Ludwig Krebs sowie die Orgelsonate Nr. 4 von Felix Mendelssohn-Bartholdy. Zubko singt das „Amen, Halleluja" für Sopran und Orgel von Georg Friedrich Händel, aus Wolfgang Amadeus Mozarts „Exsultate, jubilate" das „Alleluja" sowie das „Pie Jesu" aus dem Requiem von Gabriel Fauré.

Jens Amend (Orgel) studierte A-Kirchenmusik an der Hochschule für Musik in Frank¬furt/Main, u. a. bei Prof. Hans Joachim Bartsch und Prof. Gerd Wachowski. Das Aufbaustudiums im Fach Orgel bei Prof. Martin Sander in Heidelberg schloss er mit Auszeichnung ab, ebenso sein Solistendiplom. Amend ist Preisträger zahlreicher bedeutender Wettbewerbe in Deutschland, Holland, Russland. 2009 gewann er den renommierten Wettbewerb „orgues sans frontières" in Luxem¬burg. Seit 2012 ist er Leiter der internationalen Klosterkonzerte in Kloster Haina. Maryna Zubko (Sopran) wurde 1990 in der Ukraine geboren. Nach dem Besuch des Humanistischen Gymnasiums mit erweitertem Deutschunterricht studierte sie Deutschen Philologie mit Abschluss, anschließend absolvierte sie ein Gesangsstudium an der Tschaikowski-Musikakademie Kiew. U.a. ist sie Laureatin des internationalen Gesangswettbewerbs „Solospiv-2012" in Kiew. Sie machte diverse Opernerfahrungen, auch bei den Bad Hersfelder Opernfestspielen und debütierte bei den Festspielkonzerten 2012.

Der Eintritt für beide Konzerte beträgt jeweils 10 Euro. Schüler und Studenten erhalten eine Ermäßigung von 50 %. Karten gibt es beim Arbeitskreis für Musik e.V., Nachtigallenstraße 7, Telefon-Nr. 06621/506713 und -718 und an der Tageskasse.

 


Erfrischend neue Klangwelten durch ungewöhnliche Besetzung

Duo b'elle canto mit bekannten und unbekannten Werken auf Oboe und Harfe im Bach-Haus

<Bad Hersfeld> Silke Augustinski (Oboe) und Camille Levecque (Harfe) sind am kommenden Wochenende jeweils um 16.00 Uhr mit einem kammermusikalischen Programm im Bach-Haus zu Gast. Die beiden Musikerinnen präsentieren als Duo b'elle canto am Samstag Werke von Louis Spohr, Leo Délibes, Gaetano Donizetti und Camille Sain-Saëns. Aus dessen Sinfonie „Karneval der Tiere" werden sie den „Schwan" vorstellen. Für den Sonntag haben die Künstlerinnen, die beide an der Hochschule für Musik in Würzburg studiert haben, Auszüge aus Wagners „Tannhäuser" ausgewählt sowie Werke von Claude Debussy, Gabriel Fauré, Georges Bizet sowie Antonio Pasculli. Von Pasculli, einem italienischen Oboisten des 19. Jahrhunderts, wird dessen höchst virtuose Hommage an Bellini zu hören sein, in der dessen bekannte Belcanto-Arien anklingen. Aus diesem Zusammenhang heraus entstand auch der Name des Duos. Die Werke sind zum Teil Bearbeitungen von Camille Levecque, also für die Instrumente der beiden Künstlerinnen umgeschrieben, wodurch sich ganz neue Klangwelten für die Zuhörer eröffnen werden. Die aus Fulda stammende Silke Augustinski war mehrfach Preisträgerin bei „Jugend musiziert". Sie studierte an der Musikhochschule in Würzburg und nahm an Meisterkursen bei verschiedenen renommierten Lehrern teil. Desweiteren ist sie Stipendiatin des Richard-Wagner-Verbandes Fulda. Zurzeit steht sie kurz vor ihrem Abschluss im Fach „Master of Music in Performance". Die Französin Camille Leveque studierte ebenfalls an der Musikhochschule in Würzburg. Auch sie ist Stipendiatin mehrerer Stiftungen. Sie arbeitete mit der Singakademie Berlin, der Symphonischen Compagney Berlin und der Kammermusikakademie Potsdam und wirkt außerdem in weiteren Kammermusik-Ensembles mit. Der Eintritt für beide Konzerte beträgt jeweils10 Euro. Schüler und Studenten erhalten eine Ermäßigung von 50 %. Karten gibt es beim Arbeitskreis für Musik e.V., Nachtigallenstraße 7, Telefon-Nr. 06621/506713 und -718 und an der Tageskasse.

 


Romantik am Flügel mit der Konzertpianistin Yulia Peters

<Bad Hersfeld> Nach den Konzerten mit romantischen Liebesliedern ist nun Yulia Peters die Solistin der beiden nächsten Festspielkonzerte am kommenden Wochenende. Die Pianistin spielt romantische Klaviermusik auf dem Flügel im Bach-Haus und ist Besuchern der Festspielkonzerte bereits vom letzten Jahr als anspruchsvolle Künstlerin bekannt.

Das Konzert am Samstag (Beginn 16.00 Uhr) ist dem Komponisten Frederik Chopin gewidmet. Zu hören sind Impromtus, Walzer und Balladen sowie  u. a. sein berühmtes Nocturne in cis-Moll, ein Nachtstück voller Gefühl und Leidenschaft, vielen auch bekannt aus dem Film „Der Pianist“. Chopins Walzer aber sind Salonmusik im besten Sinne des Wortes. Elegant, ohne auf inhaltliche Substanz zu verzichten, das konnte nur Chopin (André Gide über Chopin).Keiner der großen Klaviervirtuosen des 19. Jahrhunderts konzentrierte sich so ausschließlich auf sein Instrument wie Chopin. Alles, was nicht 88 Tasten hatte, schien den sensiblen Musiker nicht zu interessieren. Der Großteil seiner Werke sind  daher Kompositionen für Klavier solo.

Am Sonntag, ebenfalls um 16.00 Uhr wendet die Künstlerin ihren Blick nach Russland. Nicht nur Antonio Vivaldi, sondern auch Peter Tschaikowski hat ein Werk mit dem Titel „Die Jahreszeiten“ komponiert. Jedem der zwölf Stücke ist ein kurzes Gedicht eines russischen Dichters vorangestellt, welches zusammen mit der Musik die jeweils typischen Stimmungen und Emotionen des Monats zum Ausdruck bringt. Die zwölf bezaubernden Miniaturen enthalten alles, was Tschaikowsky an melodischem Charme zu bieten hat. Weiterer Programmpunkt ist eine Konzertsuite aus dem Ballett „Der Nussknacker“. In einer hoch virtuosen und klangvollen Bearbeitung von Michail Pletnev, einem bekannten  russischen Pianisten und Dirigenten, wird Peters die beliebten Melodien aus dem weltberühmten Ballett präsentieren.

Die usbekische Pianistin Yulia Peters absolvierte ihr Konzertexamen im Fach Klavier an der Staatlichen Hochschule von Taschkent mit Auszeichnung. Es folgten Meisterkurse u. a. bei Karl-Peter Kammerlander und Sontraud Speidel. 2003 gab sie ihr Debüt mit dem National Orchester von Usbekistan. Seit 2006 lebt sie in Deutschland und übt eine rege Konzerttätigkeit als Solistin und in kammermusikalischen Ensembles aus.

Der Eintritt für beide Konzerte beträgt 10 Euro. Schüler und Studenten erhalten eine Ermäßigung von 50 %. Karten gibt es beim Arbeitskreis für Musik e.V., Nachtigallenstraße 7, Telefon-Nr. 06621/506713 und -718 und an der Tageskasse.


Pressemitteilung zum Pressegespräch am 11.07.13 um 14 Uhr in der Stiftsruine

Bad Hersfelder Opernfestspiele 2013

Zwei Seiten der Liebe: „Carmen" und „Die Entführung aus dem Serail"

<Bad Hersfeld> Liebe, Hass und Eifersucht, aber auch Treue, Toleranz und Menschlichkeit sind die Themen der beiden Opern der diesjährigen Opernfestspiele in Bad Hersfeld vom 5. bis 21. August. Zwei Seiten der Liebe zeigen die Opern „Carmen" von Georges Bizet und „Die Entführung aus dem Serail" von Wolfgang Amadeus Mozart  in der malerischen Kulisse der Bad Hersfelder Stiftsruine in Inszenierungen von Reiner Wenke und Hugo Wieg.

Georges Bizets von Prosper Mérimée inspirierte tödliche Dreiecksgeschichte zwischen der wilden Zigeunerin Carmen, dem braven Soldaten Don José und dem feurigen Torero Escamillo zählt zu den meistgespielten Opern der Welt. Dass diese Musik bei aller Fatalität des Geschehens dennoch ihre Leichtigkeit behält, ist nicht nur durch und durch französisch, sondern auch durch und durch Opéra comique .Obwohl Georges Bizet niemals jenseits der Pyrenäen war, ist seine musikalische Vision samt ihrer exotistischen Künstlichkeit derart zum Inbegriff des Spanischen geworden, dass sich zwischen Abbild und Realität kaum unterscheiden lässt. Vor allem aber ist es die Musik, zum Beispiel die berühmte Habanera, die das Geschehen so eindringlich und faszinierend erzählt, dass man sich ihrem Bann nicht entziehen kann.   Die musikalische Leitung hat Prof. Siegfried Heinrich, die Inszenierung übernimmt Rainer Wenke. Hauptdarsteller sind Barbara Buffy (Carmen), Herbert Wüscher (Don José) und Yang Li (Escamillo).

Ein Gleichnis über Liebe, Sehnsucht und Treue ist das dreiaktige Singspiel „Die Entführung aus dem Serail" von Wolfgang Amadeus Mozart. Es appelliert an Toleranz und Menschlichkeit, denn der spanische Edelmann Belmonte will seine im Harem des Orientalen Bassa Selim festgehaltene Geliebte Konstanze und deren Zofe Blonde befreien. Gemeinsam mit seinem Diener Pedrillo wagt er sich in den Serail. Die abenteuerliche Befreiung gipfelt in der Botschaft "Nichts ist so hässlich als die Rache; hingegen menschlich gütig sein, und ohne Eigennutz verzeih'n, ist nur der großen Seelen Sache".

Die musikalische Leitung hat MD Michael Stolle, die Regie übernimmt Hugo Wieg. Die Partie der Konstanze wird gesungen von Sujin Lee, die im vergangenen Jahr den Hersfelder Orpheuspreis für Nachwuchssänger erhielt (für die Rolle der Gilda in Verdis Oper Rigoletto). Als Bassa Selim ist der bekannte Sänger, Fernsehmoderator und Entertainer Gunther Emmerlich zu erleben. Weitere Hauptdarsteller sind Florian Voss (Belmonte) und Lisa Rothländer (Blonde).

Gunther Emmerlich moderiert Schüler- und Familienaufführungen

Erstmals wird es in diesem Jahr zwei Aufführungen speziell für Schüler und Familien geben. Am Samstag, dem 10. August und am Mittwoch, dem 21. August jeweils um 11.00 Uhr wird eine von Hugo Wieg gekürzte Fassung der „Entführung aus dem Serail" gezeigt. Beide Vorstellungen werden von Gunther Emmerlich moderiert.

Beim Festakt zum Hersfelder Opernpreis am Sonntag, dem 11. August werden der Hersfelder Opernpreis und der Orpheuspreis für hervorragende sängerische und gestalterische Leistungen verliehen.

Die Kostümgestaltung für beide Opern liegt in den Händen von Ute Krajewski. Als Opernorchester steht auch in diesem Jahr das tschechische Orchester Virtuosi Brunenses zur Verfügung, welches 2010 mit dem Ensemblepreis für seine klangschöne Darstellungsweise ausgezeichnet wurde.  Es singen der Hersfelder Festspielchor sowie Mitglieder des Polnischen Bachchores und des Frankfurter und Marburger Festspielchores.  Weitere Mitwirkende sind der Kinderchor des Bach-Hauses Bad Hersfeld und Mitglieder der Tanz- und Ballettschule Michèle Meckbach.

Matinee zu Ehren von Richard Wagner

Mit einer Richard-Wagner-Matinee am Sonntag, dem 18. August um 11.30 Uhr ehren die Bad Hersfelder Opernfestspiele den Komponisten und musikalischen Erneuerer, dessen Geburtstag sich im Mai diesen Jahres zum 200. Male jährte. Der Hersfelder Festspielchor und Solisten der Oper werden gemeinsam mit dem Orchester Virtuosi Brunenses unter Leitung von Michael Stolle und Siegfried Heinrich Ausschnitte aus  „Der fliegende Holländer" „Tannhäuser" und den „Meistersingern von Nürnberg" präsentieren.

Derweil haben die Opernproben begonnen, das Ensemble freut sich über das gute Wetter. Gunther Emmerlich zeigte sich beeindruckt vom großen Bühnenraum und den Ausmaßen der Stiftsruine, die es zu füllen gilt. Er freute sich besonders, dass er nach vielen Aufführungen als Osmin endlich den Bassa Selim darstellen kann.

Alf Rothe, Vorsitzender des Arbeitkreises für Musik e. V. berichtete über eine positive Bilanz des bisherigen Vorverkaufs. „Die Zahlen liegen deutlich über denen des Vorjahres", erklärte er den anwesenden Pressevertretern.

Die Sparkassen-Kulturstiftung und die Sparkassenfinanzgruppe Hessen-Thüringen engagieren sich seit über 20 Jahren für die Hersfelder Opernfestspiele und Festspiele insgesamt, so Reinhard Faulstich vom Vorstand der Sparkasse Bad Hersfeld. Ihre Unterstützung ermöglicht den Fortbestand dieser kulturellen Arbeit in der Region. Es ist das besondere Anliegen der Stiftung, herausragende Kulturprojekte auch in kleineren Städten erlebbar zu machen.

Weitere Förderer der Bad Hersfelder Opernfestspiele sind das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst, die Stadt Bad Hersfeld, der Kreis Hersfeld-Rotenburg, die Frankfurter Allgemeine Zeitung, die Frankfurter Neue Presse und die Hersfelder Zeitung, Deutsch-Tschechische Zukunftsfond, die Firmen Libri GmbH, Grenzebach, GLS, Konvekta Thermosysteme, die Plansecur-Unternehmensgruppe, Glockdruck und Garpa.

Der Arbeitskreis für Musik e. V. als Veranstalter dankt als Medienpartner insbesondere dem Sender hr2 kultur für seine Unterstützung.

„Carmen" gibt es an den ungeraden Tagen vom 5. bis zum 21. August, die „Entführung aus dem Serail" an den geraden Tagen vom 6. bis zum 20. August jeweils um 20.30 Uhr in der Stiftsruine Bad Hersfeld.

Kartenbestellungen und Programminformationen:
Arbeitskreis für Musik e. V., Nachtigallenstr. 7,
Tel : 0 66 21 / 50 67 13 + 18 – Fax: 0 66 21 / 6 43 55
Online-Buchung: www.opernfestspiele-badhersfeld.de
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!


Lieder über die Liebe im J.S.Bach-Haus

<Bad Hersfeld> Um die Liebe geht es am kommenden Wochenende (13./14.7.) in der Reihe der Hersfelder Festspielkonzerte mit zweit Konzerten im Johann-Sebastian-Bach-Haus. Jeweils um 16:00 Uhr präsentieren junge Künstler der Musikhochschule Frankfurt Lieder der Romantik. Vanessa Diny (Sopran), Timon Führ (Bariton), Jonathan Becker und Jana Marinova (Klavier)  entführen die Zuhörer ins romantische Zeitalter mit Romanzen und Balladen über die Macht der Liebe.

Das Motto des ersten Liederrecitals am Samstag lautet „Von ewiger Liebe“. Auf dem Programm stehen Liebeslieder von Robert Schumann, Johannes Brahms, Felix Mendelssohn-Bartholdy und Richard Strauss. Die manchmal komplizierten Wege der Liebe werden im zweiten Konzert am Sonntag mit musikalischen Mitteln beschrieben. „Le chemins de l’amour“ heißt daher das zweite Konzert mit den Frankfurter Nachwuchskünstlern. Kompositionen von französischen und englischen Komponisten wie Gabriel Fauré, Claude Debussy, Henri Duparc, Francis Pulenc, Samuel Barber und Ralph Vaughan Williams erzählen von den verschlungenen Pfaden der Liebe.

Vanessa Diny (Sopran) studierte an der HfM Saar und an der HfMDK Frankfurt bei Prof. Thomas Heyer Gesang. Studienergänzend besuchte sie zahlreiche Meister­kurse, u.a. bei Judith Lindenbaum, Helmut Deutsch und Prof. Hedwig Fassbender. In der Spielzeit 2013/14 wird sie als Musette im Papageno Theater Frankfurt zu erleben sein.

Timon Führ (Bariton) studiert seit 2008 bei Prof. Thomas Heyer an der HfMDK in Frankfurt und ist in zahlreichen Konzerten verschiedenster Arten zu hören. Sein Operndebut hatte er 2010 in der Rolle des Masetto in Mozarts „Don Giovanni“ an der Opernakademie in Bad Orb, es folgten Engagements u. a. bei den Burgfestspielen Bad Vilbel und dem Papagenotheater Frankfurt.

Jonathan Becker (Klavier) studierte zunächst Schulmusik, anschließend Klavier an der Musikhochschule Frankfurt/Main. Als Liedbegleiter arbeitet er zusammen mit Sän­gern und Vokalensembles.

Jana Marinova (Klavier) stammt aus Bulgarien. Sie ist Preisträgerin mehrerer internatio­naler Wettbewerbe in Italien und Bulgarien. Ihren Abschluss erwarb sie an der HfMDK Frankfurt bei Prof. Eike Wernhard. 2011 wurde sie in die Masterklasse für Solorepetition bei Prof. Eugen Wangler in Frankfurt aufgenommen und ist seitdem neben ihrer solistischen Tätigkeit in dem Bereich Operngesang und Liedbegleitung tätig.

Der Eintritt für beide Konzerte beträgt 10 Euro. Schüler und Studenten erhalten eine Ermäßigung von 50 %. Karten gibt es beim Arbeitskreis für Musik e.V., Nachtigallenstraße 7, Telefon-Nr. 06621/506713 und -718 und an der Tageskasse.

 


Bosch-Sinfonieorchester und –Chor sowie Echo-Preisträgerin Rebekka Hartmann, Violine

 <Bad Hersfeld> Der Hersfelder Festspielsommer bringt ein weiteres großes Konzertereignis auf die Bühne der Stiftsruine. Das Bosch-Sinfonieorchester, der Bosch-Chor aus Stuttgart und der Philharmonische Chor Heilbronn führen unter Leitung von Ulrich Walddörfer am Samstag, dem 6. Juli um 16.00 Uhr Felix Mendelssohn-Bartholdys weltliche Ballade „Die erste Walpurgisnacht“ auf. In dieser entspringt dem musikalisch vorgestellten schlechten Wetter zu Beginn das strahlende Es lacht der Mai, das zum jubelnden Fest überschäumender Lebensfreude gerät. Im Mittelpunkt dieses Werks steht der große Chor der Wächter der Druiden. Mendelssohn entfacht darin einen Höllenspuk, für den er nach eigenen Angaben ein besonderes Faible hatte.  Man weiß nicht, wie es Hector Berlioz formulierte,  was man am meisten darin bewundern muss. Solisten sind Carmen Mammoser (Alt), Roger Gehrig (Tenor) und Andreas Grossberger (Bariton).

Das Bosch-Sinfonieorchester setzt sich überwiegend aus Mitarbeitern der Bosch-Standorte im Großraum Stuttgart zusammen und ist inzwischen zu einem ca. 80-köpfigen Klangkörper herangewachsen. Das Orchester probt regelmäßig unter professioneller Leitung und präsentiert sich jährlich in mehreren Konzerten einer breiten Öffentlichkeit.

Den Bosch Chor gibt es bereits seit 1936. Er besteht aus rund 75 Sängerinnen und Sängern, alles Mitarbeiter von Bosch aus dem Großraum Stuttgart. Chor und Orchester leitet seit 20 Jahren Ulrich Walddörfer.

Walddörfer absolvierte ein Kirchenmusikstudium in Esslingen und ein Studium der Musikwissenschaften in Tübingen, bevor er ein Dirigierstudium bei Hans-Martin Rabenstein in Berlin anschloss. Er ist Chordirektor der Konzertchöre und des Sinfonieorchesters des Stuttgarter Liederkranzes sowie des Philharmonischen Chors Heilbronn.

Carmen Mammoser ist stellvertretende Institutsleiterin der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart, wo sie Gesang unterrichtet. Sie ist Ensemblemitglied der Staatsoper Stuttgart und führt eine rege Konzerttätigkeit im In- und Ausland. Roger Gehrig absolviert zur Zeit ein Gesangsstudium bei Carmen Mammoser. Er ist mehrfacher Bundespreisträger bei Jugend musiziert und singt in Ensembles wie dem Württembergischen Kammerchor. Auch der Bariton Andreas Grossberger absolviert derzeit ein Masterstudium im Fach Gesang bei Carmen Mammoser. Er nahm an einem Meisterkurs bei Peter Schreier teil und ist Tutor für Gesang an der Hochschule sowie Stimmbildner beim Liederkranz Stuttgart e.V.

Außer dieser Ballade stehen weitere Werke von Mendelssohn auf dem Programm: die Hebriden Ouvertüre und das Violinkonzert in e-Moll, welches heute zum Repertoire aller großen Violinisten gehört. Die Solovioline wird gespielt von Rebekka Hartmann. Sie studierte in München bei Andreas Reiner sowie in Los Angeles bei Prof. Alice Schoenfeld und ist Preisträgerin zahlreicher nationaler und internationaler Wettbewerbe, darunter der Internationale Henri Marteau Violin Wettbewerb 2005, „Pacem in Terris", Bayreuth, 2004 und der „Jascha Heifetz Scholarship", USA, 2002. Hartmann arbeitete mit Dirigenten wie Christoph Eschenbach, Miguel Gómez Martínez, Esa-Pekka Salonen und Jukka-Pekka Saraste, und über viele Jahre hinweg mit Enoch zu Guttenberg. 2012 gewann sie den Echo-Klassik-Preis für die beste solistische Einspielung des Jahres auf Violine. Sie spielt auf einer Stradivari aus dem Jahr 1675.

Am Sonntag, ebenfalls um 16.00 Uhr gibt es eine Wiederholung der Ersten Walpurgisnacht. Hauptwerk ist aber die Sinfonie Nr. 4 in f-Moll von Peter. I. Tschaikowsky. Eine starke autobiografische Färbung verleiht diesem Werk eine einzigartige Tiefe, in der es um Leid, aber auch um Hoffnung geht. "Die 4. Symphonie ist meinem Wesen entsprungen und mit echter Inspiration vom Beginn bis zum Ende geschrieben. Mit Liebe und glühender Begeisterung. Es ist darin kein Strich, der nicht meinen aufrichtigsten Gefühlen entstammt." Das hat Peter Tschaikowsky seiner Vertrauten Nadeshda von Meck geschrieben. Die 4. Sinfonie gehört heute zu den beliebtesten Werken von Tschaikowsky.

Dem Arbeitskreis für Musik ist es mit der Verpflichtung des Bosch Sinfonieorchesters und des Chores gelungen ein weiteres Glanzlicht im Rahmen der diesjährigen Festspielkonzerte zu setzen. Karten sind im Vorverkauf in der Nachtigallenstr. 7, unter der Telefon-Nr. 06621/506 713 und -718 und an der Tageskasse zu 15, 20, und 25 Euro erhältlich. Schüler und Studenten erhalten eine Ermäßigung von 50 %. Weiter Informationen können Sie der Internetseite www.oper-hersfeld.de entnehmen.

 


Jugendsinfonieorchester  aus Bad Arolsen und Frankenberg spielen „The Rhythm of Life"

Auch in diesem Jahr spielen die Jugendsinfonieorchester aus Bad Arolsen und Frankenberg am Sonntag dem 30. Juni um 16.00 Uhr im Rahmen der Hersfelder Festspielkonzerte wieder ein anspruchsvolles Programm in der Stiftsruine, diesmal unter dem Motto „The Rhythm of Life". Lebensfreude, jugendliche Vitalität und Lebendigkeit werden sich dabei wie ein roter Faden durch das Programm ziehen, betonen die Orchesterleiter Rainer W. Böttcher und Markus Wagener.

Beide Orchester erhielten bereits Preise bei „Jugend musiziert" und beim Hessischen Schulorchesterwettbewerb. Sie musizierten zusammen mit Justus Franz und konzertierten auf Auslandsreisen im europäischen Ausland und in den USA.

Die ausgewählten Kompositionen berücksichtigen alle Instrumentalgruppen, so dass klangliche Vielfalt garantiert ist. Unter anderem werden der Triumph-Marsch aus „Aida" von Giuseppe Verdi, der Ungarische Tanz Nr. 5 von Johannes Brahms, der erste Satz aus dem Violin-Konzert Nr. 2 D-Dur von Wolfgang Amadeus Mozart und der erste Satz aus der 9. Sinfonie „Aus der neuen Welt" von Antonin Dvorák zu hören sein. Außerdem spielen die jungen Musiker ein großes Medley mit Themen aus James-Bond-Filmen.

Rainer W. Böttcher leitet das Orchester aus Bad Arolsen. Er studierte Schul- und Kirchenmusik mit A-Examen an der Musikhochschule in Köln.  Er ist Schulmusiker am Christian-Rauch-Gymnasium in Bad Arolsen und Fachleiter am Studienseminar in Kassel. Seit 2005 ist er außerdem Leiter des Waldeckschen Kammerorchesters.

Markus Wagener studierte ebenfalls Schulmusik. Seit 2002 ist er Schulmusiker am Gymnasium „Edertalschule" in Frankenberg. Mit regelmäßigen Crossover-Projekten „Rock meets Classic" und szenischen Aufführungen (2011 „Die Zauberflöte") pflegt er mit seinem Orchester eine große stilistische Bandbreite.

Eintrittskarten zu 10 Euro auf allen Plätzen gibt es im Vorverkauf beim Arbeitskreis für Musik e.V. in der Nachtigallenstr. 7 in Bad Hersfeld sowie unter der Telefon-Nr. 06621/506713 und 718. Schüler und Studenten erhalten eine Ermäßigung von 50 %. Weitere Informationen zu den Festspielkonzerten und den Opernfestspielen sind auf der Internetseite unter www.oper-hersfeld.de zu finden.


Festliche Bläserklänge in der Stiftsruine - Bläser-Ensemble Markus Schwind zu Gast bei den Hersfelder Festspielkonzerten

Das dritte der Festspielkonzerte in der Stiftsruine am kommenden Samstag, dem 29. Juni um 16.00 Uhr wird vom Trompeten-Ensemble Markus Schwind gestaltet. Das Ensemble ist erstmals in dieser Zusammensetzung in Bad Hersfeld zu Gast. Markus Schwind selbst trat im Jahr 2002 bereits bei den Festspielkonzerten auf. Begleitet wird er diesmal von Jennifer Heilig, einer Schülerin von ihm und dem Konzertorganisten Peter Kranefoed, der bereits in der Bad Hersfelder Stadtkirche konzertiert hat.

Bei der Programmgestaltung haben Schwind und Kranefoed die besondere Akustik in der Stiftsruine im Blick gehabt und die Möglichkeiten, die die Truhenorgel für dieses außergewöhnliche Ambiente bietet. Daraus entstand ein abwechslungsreiches und stimmiges Konzertprogramm, welches sowohl Originalwerke als auch behutsam für diese Besetzung eingerichtete Kompositionen des Barock und der französischen Spätromantik beinhaltet.

Markus Schwind studierte am Peter-Cornelius-Konservatorium in Mainz und danach an der Musikhochschule in Köln. Er nahm an zahlreichen Meisterkursen, u. a. bei Maurice André, teil. Schwind ist regelmäßiger Gast bei renommierten Ensembles für zeitgenössische Musik, u. a. bei Pierre Boulez und Heinz Holliger und arbeitete mit Mauricio Kagel, Wolfgang Rihm und Karlheinz Stockhausen zusammen. Zusammen mit den Dresdner Sinfonikern ist er Echo-Preisträger für eine Deutsche-Grammophon-CD.

Peter Kranefoed studierte zunächst Kirchenmusik und Orgel in der Klasse von Ludger Lohmann in Stuttgart. Nach Teilnahme an internationalen Meisterkursen konzertiert er an bedeutenden Orgeln im In- und Ausland. Er arbeitete mit den Stuttgarter Philharmonikern und dem Württembergischen Kammerorchester Heilbronn.

Jennifer Heilig ist mehrfache Preisträgerin des Wettbewerbs Jugend musiziert. Sie beendete gerade ihre Zeit am Landesmusikgymnasium im Hauptfach Trompete mit Bestnote. Heilig besuchte bereits Meisterkurse bei Prof. Wolfgang Bauer, Klaus Schuhwerk und Wolfgang Guggenbergen und nahm Unterricht bei Prof. Bil Forman, Berlin und Prof. Peter Mönkediek, Köln. Im Oktober beginnt sie ihr Musikstudium an der Robert-Schumann-Hochschule in Düsseldorf.

Karten zu 25, 20 und 15 Euro gibt es im Vorverkauf beim Arbeitskreis für Musik e. V. in der Nachtigallenstr. 7 in Bad Hersfeld. Schüler und Studenten erhalten 50 % Ermäßigung. Weitere Ermäßigungen erhalten Gruppen ab 25 Personen und Kurgäste. Telefonisch können Karten unter 06621/506713 und -18 bestellt werden. Mehr Informationen zu den Festspielkonzerten und zur Oper in der Stiftsruine finden Sie im Internet unter www.oper-hersfeld.de.


Start der 53. Bad Hersfelder Festspielkonzerte mit Bach-Konzerten am 22. und 23. Juni

 

<Bad Hersfeld> In zwei Wochen, am 22./23. Juni, beginnen die diesjährigen Bad Hersfelder Festspielkonzerte. Das abwechslungsreiche Programm bietet jeweils am Samstag und Sonntag um 16.00 Uhr insgesamt 14 Konzerte entweder in der Stiftsruine oder im Johann-Sebastian-Bach-Haus.  

 Die Konzertreihe beginnt mit zwei Konzerten, die sich ausschließlich den Werken Johann Sebastian Bachs widmen. Das Familienkonzert am Samstag, dem 22. Juni um 16.00 Uhr in der Stiftsruine zeigt die heitere lebensfrohe Seite des großen Thomaskantors, denn er begegnet uns in vielen seiner Stücke als ausgesprochen humorvoller und sinnenfroher Mensch. In der volksnah heiteren Kaffeekantate skizziert er humorvoll-ironisch eine Szene aus dem bürgerlichen Leben der Leipziger. In der von Hugo Wieg aufbereiteten szenischen Aufführung geht es um Herrn Schlendrian (Tobias Bader, Bass), der versucht, seiner Tochter Liesgen (Sara Mengs, Sopran) die Unsitte des täglichen Kaffeetrinkens abzugewöhnen.

Die Orchestersuite Nr. 3 zeigt Bach als perfekten Kenner musikalischer Tanzformen seiner Zeit. Die sehnsüchtige Air  aus diesem Meisterwerk ist uns längst zum Ohrwurm geworden und hat unzählige Bearbeitungen erfahren. Im Konzert für Violine und Orchester in a-Moll wird die lebensfrohe Seite des Barocks erkennbar. Wahrscheinlich schrieb Bach dieses Violinkonzert für die Konzerte des Leipziger Collegium Musicum, welches er von der Geige aus leitete. Er selbst beherrschte dieses Instrument bis ins hohe Alter auf hervorragende Weise, wie ihm sein Sohn Carl Philipp Emanuel im Nekrolog bescheinigt.

Unter der Leitung von Prof. Siegfried Heinrich musiziert das polnische Orchester Sinfonia Silesia aus Kattowitz. Die Solovioline wird gespielt von Sofia Roldán-Cativa.

Am Sonntag dem 23. Juni, ebenfalls um 16.00 Uhr in der Stiftsruine ist der Hersfelder Festspielchor mit dem Magnificat in D-Dur zu hören. Auf dem Programm stehen außerdem die Orchestersuite Nr. 4, BWV 1069 und das Konzert für Violine und Orchester in E-Dur.

Das Magnificat in D-Dur ist Hauptwerk des Nachmittags. Es ist die einzige Vertonung des „Lobgesangs der Maria“ von Bach. Die Sätze verlangen eine von Bach selten geforderte 5-stimmige Vokalbesetzung, womit sie in die Nähe der h-Moll-Messe rücken. Mit einem festlich mit Trompeten, Pauken, Flöten und Oboen besetzten Orchester präsentierte Bach dieses Werk bereits kurz nach seinem Amtsantritt als Thomaskantor 1723 seinem Publikum.

Die 4. Orchestersuite von Bach besteht aus einer Reihe von aus der französischen Musik stammenden Tanzsätzen, in denen Bach auch Elemente des italienischen konzertierenden Stils eingearbeitet hat. Sie entstand in seinen glücklichsten Jahren. Und das hört man auch, denn ihr lebendiges und zugleich festliches Pulsieren nimmt sofort gefangen.  Das Konzert für Violine und Orchester in E-Dur versprüht ebenfalls barocke Lebensfreude. Das 17-minütige Stück zählt zum Repertoire aller großen Violinisten, da es hohe spieltechnische Ansprüche stellt.

Die Solisten sind Katharina Wildermuth (Solovioline), Lisa Rothländer und Julie Grutzka (Sopran),  Anna Retczak  (Alt), Stephan Scherpe (Tenor) und Xiao-Feng Cai (Bass). Der Hersfelder Festspielchor wird unter Leitung von Siegfried Heinrich wiederum begleitet vom Orchester Sinfonia Silesia Kattowitz.

Karten für beide Konzerte sind im Vorverkauf beim Arbeitskreis für Musik e.V. in der Nachtigallenstr. 7 sowie unter der Telefon-Nr. 06621/506713 oder 06621/506718 erhältlich. Weitere Informationen zu den Festspielkonzerten und den Opernfestspielen finden Sie im Internet unter www.oper-hersfeld.de

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